Vie intime en allemand



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Vie intime f / a

Chers amis

 

Notre vie privée, nos relations avec les amis et les collègues, avec les Français, les étrangers et les polyglottes, ainsi qu’avec nos compatriotes en Suisse alémanique, les contacts avec ceux qui sont toujours là et avec ceux qui n’ont pas encore trouvé définitif le chemin en Bourgogne, toutes ces choses font partie de notre vie intime.

Il est facile pour nous d’écrire en allemand, notre langue maternelle, mais moins facile en français; les lettres de la Bourgogne et les autres textes sont écrites en allemand, merci de votre compréhension.

 

 

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Liebe Freunde

 

Das private Leben, die Verbindungen zu unseren Freunden und Bekannten, zu den Franzosen, Ausländern und den Weltbürgern, die Kontakte zu jenen, die eigentlich immer da sind und jenen, die bis anhin ihren Weg noch nicht ins Burgund fanden, all dies gehört zu unserem "intimen Leben".

In den den "Lettres de la Bourgogne" schrieben wir von unserem Leben hier im Zentrum des Südburgund, im mittelalterlichen Städtchen Saint Gengoux le National. Diese Briefe und alle anderen Texte sind in deutscher Sprache verfasst, unserer Muttersprache. Jene, die diese Sprache nicht beherrschen, haben dafür sicher Verständnis.

 

Wie Gott in Frankreich

 

Unter diesem Titel erschienen Texte zu ver-schiedenen Themen, quasi "Was so die franzö-sische Welt bewegt". Zusammengefasst vom Verlag www.abiszett.ch, Bern

>>> Seite "Wie Gott in Frankreich


Und das Leben geht weiter, quasi eine Fort- setzung unter dem Titel


"Neues aus dem Land der Gallier"

Ausland-Schweizer


Und hier erscheinen Kommentare aus ganz persönlicher Sicht, ein Blick von uns aus auf die Schweiz, unsere Schweiz.

Und dann noch dies ...

 

Gedanken, Essays, Aufsätze einfach aus Lust am Schreiben

Die spinnen …


bei Asterix und Obelix natürlich die Römer. Ein gallisches Völklein, das sein Dorf, ihre besondere Art zu denken und zu handeln mit Erfolg verteidigt. Verteidigt gegen die moderne Welt. Eine neue Welt in der

es Ordnung und Gesetz gibt, dafür keinen Wildschweinebraten.


Zuweilen scheint mir deren Lebensidylle und Denkungsart sehr vertraut, aber vielleicht hat das mit der gemeinsamen ADN zu tun; schliesslich waren die «Helvetier» quasi ein Brudervolk. Allerdings ein ver-ratenes, wurden sie doch auf dem Durchmarsch in Richtung Provence allein gelassen. Anstatt zu helfen, wurde dem Abschlachten aus dem sicheren Eichenwald zugeschaut: bei Bibracte, 58 vor Christus wie

uns Lehrer Jucker beibrachte. Das war der erste strategische Fehler von Vercingetorix, der zweite sechs Jahre darnach bei Alesia läutete den Untergang der gallischen Nationen ein. Aber mir scheint, ich bin wieder einmal ein bisschen vom Thema abgekommen.


Beide Länder die ich als Heimat empfinde, haben sich in der Zwischenzeit in verschiedenen Tempi ent-wickelt. Gilt meine erste Heimat Schweiz, als hochentwickelter Staat, der ständig die Moderne vor sich hertreibt, wirkt meine Heimat Frankreich eher als behäbig als innovativ. Dem ist aber nur bedingt so. Vergleicht man Paris, Lyon mit Zürich und Genève sind viele Parallelen sichtbar, ebenso beim Waadtländer Weinbauer verglichen mit dem Burgunder. Und auch der letzte Hinterwäldler in der Innerschweiz findet sein Pendant in der Hügellandschaft des Brionnais. Die Wissenschaft hat erkannt: In jedem von uns stecken noch zwei Prozent der Neandertaler, im Durchschnitt! Und in beiden Welten sind Ordnung und Gesetz tief verankert, bei den einen etwas weniger, Gott sei Dank.


Übrigens, en France bedingt eine Einladung zum Wildschweinbraten gute Verbindungen, in der Schweiz hingegen bietet im Herbst jede Landbeiz solches an. Allerdings stammt der sanglier français aus heimi-scher Jagd, jener auf der Speisekarte «Wild auf Wild» irgendwo aus dem Osten, vielleicht aus den Wäl-dern rund um Tschernobyl.


Weit voraus in der Entwicklung scheint hingegen meine Heimatstadt Zürich zu sein. Hat doch deren Ge-meinderat einen politischen Vorstoss entgegengenommen, der postuliert, den Begriff Mutter und Vater abzuschaffen, um nicht irgendwelche anders empfindende Mitmenschen zu verprellen. Zudem soll die Bezeichnung von «Frau» mit den Ausdrücken wie «Person mit Vulva» oder «menstruierende Person» er-setzt werden. Was letzteres ich gegenüber meiner seit langer Zeit angetrauten Margrit als diskriminie-rend empfinde. Oder wenigstens mit dem Zusatz «post-menstruierend» zu versehen wäre. Die spinnen, die Zürcher:innen!


Von derartigen Entwicklungssprüngen erfahre ich hier in meinem burgundischen Dorf nichts, gar nichts. Hat dies allenfalls etwas mit tiefster Provinz, immer laut Baedeker, mit der örtlichen Presse, dem unan-gepassten Niveau des Journal de Saône et Loire oder gar mit dem Französischen zu tun? Das ach so moderne Verb «gendern» wird in dieser schönen Kultursprache mit «appliquer l’égalité des genres» übersetzt. Und das tönt einfach nicht so lässig.  

Sept 2022 jtw